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Deutschland I In deutscher Sprache

Vier Erzählungen aus dem Buch Die Bande von Einar Schleef

Die Mutter schreibt dem Sohn, der sich nicht um sie, nicht um das Grab des Vaters kümmert. Sein Lehrer und Mentor bringt sich um. Auch bei ihm hatte der Sohn sich nie mehr gemeldet. Ein Mann baut ein Haus, die Ehe zerbricht, er zündet das Haus an, landet im Gefängnis. Er kommt frei, sie versöhnen sich. Dann zündet er wieder das Haus an. Zwei Witwen fahren zum Kyffhäuser, die eine bekommt Durchfall im Bus, die andere nimmt sie zu sich nach Haus, wäscht sie liebevoll, sie schlafen ein, aneinander gekuschelt. Ein Mann überrascht seine Freundin mit einem anderen, flieht aus der Wohnung. Genügt er ihr nicht mehr, ist er zu alt, soll er sich vor die U-Bahn werfen?

Wolfram Koch feiert mit Der Tod des Lehrers Bochumer Premiere in den Kammerspielen, zuvor stellte er sein Soloprogramm im Juni bereits zweimal im Theaterzelt der Ruhrfestspiele Recklinghausen vor. Der Schauspieler interpretiert einen Monolog aus literarischen Fragmenten des genialen Einar Schleef, dessen Geschichten einfühlsam und lakonisch die Welt einer Mutter, die Einsamkeit und die Glücklosigkeit der kleinen Leute umkreisen. Der Regisseur Jakob Fedler hat diese Prosatexte für das Theater neu entdeckt. Die Bochumer Premiere hat am 23. Oktober 2015 stattgefunden.

Regie
Jakob Fedler
Ausstattung
Dorien Thomsen
Koproduktion
Schauspielhaus Bochum, Ruhrfestspiele Recklinghausen
Dimanche 16 juin 2019
20:00 | Banannefabrik